Flughafen Rostock-Laage
Veröffentlicht am 13.05.2009 um 09:34 Uhr
Der Flughafen Rostock-Laage ist ein Regionalflughafen in Mecklenburg-Vorpommern und liegt im Landkreis Güstrow. Angesiedelt ist er zwischen den Laager Ortsteilen Weitendorf und Kronskamp und wird damit auch von der Bundeswehr militärisch und durch die Flughafen Rostock-Laage-Güstrow GmbH genutzt.
Das Jagdgeschwader 73 Steinhoff ist auf dem Flughafen stationiert und wurde als erstes Jagdgeschwader mit dem Eurofighter EF 2000 ausgestattet. Der zivile Flughafen ist Teil des Fliegerhorstes Laage. Bis zur Einführung des Eurofighters war das Jagdgeschwader 73 das einzige Geschwader die mit Flugzeugen des Typs MIG-29 durch die Nationale Volksarmee der DDR ausgestattet wurden.
Auf dem Flughafen werden durch die zivile Nutzung sowohl Charter- als auch Linienflüge durchgeführt. Ebenfalls ist auf dem Flughafen die Hubschrauberstaffel der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern stationiert.
In den letzten Jahren zählt der Flughafen vor allem im Charterbereich immer steigende Passagierzahlen. Im Jahr 2005 wurden jährlich 178000 Passagiere abgefertigt. Bis zum Januar 2006 flog die Billigfluggesellschaft Dauair alle Linienflüge. Übernommen wurden diese am 10.08.2006 durch die OLT da die Dauair insolvent ist.
Der Flughafen ist ebenso ein Heimatflughafen von unterschiedlichen Sport- und Geschäftsflugzeugen und wird ein immer beliebterer Anflugspunkt.
Vor dem 1. Weltkrieg wurde durch die Stadt bei Hohe Düne ein Land- und Wasserflugplatz angelegt welcher im 1. Weltkrieg dann militärisch genutzt wurde. Nach dem Krieg begann die zivile Nutzung unter anderem für die Flugzeugführerausbildung der Deutschen Verkehrsfliegerschule und für den Bäderflugverkehr. Die Ernst Heinkel Flugzeugwerke hatten auf dem Flughafen ihren ersten Firmensitz. Eine erneute militärische Nutzung erfolgte in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts die auch im 2. Weltkrieg fortgesetzt wurde. Die Deutsche Lufthansa startete vom Flughafen Rostock Hohe-Düne im Jahr 1945 ihre ersten Linienflüge nach Skandinavien. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Flugzeugwerke und die Rostocker Flugplätze demontiert womit die Stadt keinen Flughafen mehr hatte. In den 50er Jahren sollte ein neuer Flughafen östlich der Stadt gebaut werden, die Pläne wurden dann aber nie verwirklicht.
Im Jahre 1984 nahm die NVA den Militärflugplatz Laage in Betrieb auf dem das Jagdbombergeschwader 77 und das Marinefliegergeschwader 28 stationiert waren. Mit der deutschen Wiedervereinigung wurde die Luftwaffe auf dem Flughafen stationiert. Der zivile Flugverkehr begann erneut im Jahre 1992 als die Bundeswehr einen Mitbenutzervertrag unterschrieb die damit genehmigte dass der vorher militärisch genutzte Flughafen damit auch für die zivile Nutzung freigegeben wurde.
Ein erster Terminal und andere notwendige Anlagen wurden durch die Flughafen Rostock-Laage-Güstrow-GmbH errichtet woraufhin der Flughafen den Namen Flughafen Rostock-Laage bekam. Zunächst lag der Schwerpukt auf innerdeutschen Flugverbindungen. Am 09.09.2005 wurde ein neuer Passagierterminal mit dem Namen Hans Joachim Pabst von Ohain eröffnet der eine Passagierkapazität von 300000 Passagieren besitzt und außerdem 2 Fluggastbrücken beherbergt.
In diesem Terminal befindet sich auch eine Ausstellung zur Geschichte der Luftfahrt. In dem Terminal steht ein Nachbau der Heinkel He 178, dem ersten Strahlflugzeug der Welt.
2007 wurde die neue Zufahrt zum Flughafen in Betrieb genommen. Damit müssen die Fahrzeuge nicht mehr durch den Ort Weidendorf fahren sondern können direkt die neue Zufahrt nutzen.
Nach Angaben der Ostsee-Zeitung überlegt die Hansestadt Rostock die der Mehrheitseigner des Flughafens ist diesen zu verkaufen. Laut den Aussagen fährt der Flughafen trotz steigender Passagierzahlen jährlich rund einen Verlust von 600000 Euro ein was für die Stadt nicht mehr tragbar sei.
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