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Flughafen Nürnberg

Der Flughafen Nürnberg wird auch Airport Nürnberg genannt und ist der zweitgrößte Flughafen in Bayern. Er ist der internationale Flughafen in der Metropolregion Nürnberg und ist auf dem 10. Platz der wichtigsten Flughäfen Deutschlands. In der Liste auf den europäischen Flughäfen rangiert er auf dem 67. Platz. Im Jahr 2006 wurden rund 4 Millionen Passagiere auf dem Flughafen abgefertigt und die Fluglinie Air Berlin nutzt den Flughafen als Drehkreuz.

Der Flughafen ist jeden Tag 24 Stunden in Betrieb und für die Abfertigung der Passagiere werden 2 Abflughallen, 1 Ankunftshalle und 5 Fluggastbrücken genutzt. Insgesamt stehen auf dem Gelände 6000 Parkplätze zur Verfügung und auf dem Rollfeld sind Abstellpositionen für 35 Flugzeuge vorhanden. Die Größe des Vorfeldes beträgt 196000 qm und die Fläche der Hallenvorfelder 20000 qm. Die Lagerfläche des Luftfrachtzentrums beträgt 16400 qm und die Landebahn weist eine Länge von 2700 Metern und eine Breite von 45 Metern auf.

Im Jahr 2002 wurden 3.213.444 Fluggäste abgefertigt, im Jahr 2006 lagen die Zahlen bei 3.965.357 Passagieren. Die Luftfracht und Post lag im Jahr 2002 bei 69875 Tonnen, 2006 bereits bei 98264 Tonnen. 2006 waren insgesamt 4200 Mitarbeiter am Flughafen beschäftigt.

Im Jahre 1933 wurde der erste Flughafen am Marienberg eingeweiht. Der Flugplatz existiert heute nicht mehr da er im Jahre 1943 zerstört wurde. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Große Straße von der amerikanischen Besatzungsmacht als Start- und Landebahn genutzt. Der Nürnberger Flughafen wurde 1955 an seinem heutigen Standort errichtet und er war der erste Flughafen der nach dem 2. Weltkrieg gebaut wurde. In den Jahren von 1977 bis 1981 wird der Flughafen weiter ausgebaut und im Jahre 1999 erfolgt eine Verlängerung der U-Bahn bis zum Flughafen. Gleichzeitig erfolgt die Inbetriebnahme eines neuen Kontrollturmes. 2002 wird eine West- und Norderweiterung der Abflughalle 2 durchgeführt die über 26 Millionen Euro kostete. 2003 erfolgt die Inbetriebnahme des Cargo-Center CCN 2 nach einer 1,5 jährigen Bauzeit. Im Jahr 2006 wird der Transfer-Control-Terminal mit einer Fläche von 8500 qm eröffnet die insgesamt 25 Millionen Euro gekostet hat.

Der Flughafen befindet sich ca. 7 Kilometer von der Stadt entfernt und ist mit der U-Bahn Linie U2 alle 20 Minuten zu erreichen. Ebenfalls fahren zwei Buslinien direkt zum Flughafen. Geplant ist eine direkte Autobahnverbindung zum Flughafen bei der eine direkte Untertunnelung der Start- und Landebahn erfolgen soll. Das gesamte Projekt zur Erweiterung soll ca. 52 Millionen Euro kosten.

Neben der Air Berlin wird der Flughafen außerdem regelmäßig von der NIKI, der Lufthansa, Lufthansa Regional, Australian Airlines, SAS Scandinavian Airlines, Turkish Airlines, Swiss, Air France, KLM und der OneWorld von der Finnair angeflogen. Außerdem gehört der Flughafen für andere Regionalfluggesellschaften zum Anflugziel und mit der Abdeckung durch die Fluglinien werden der innerdeutsche Verkehr und andere zahlreiche Flüge international abgedeckt. Die Air Berlin, NIKI, Condor und TUIfly bringen die Passagiere in der Saison in Urlaubsregionen wie Ägypten, Italien, Griechenland, Spanien, Portugal, Marokko, Tunesien und die Türkei. Im Sommer werden besonders die Ziele Antalya und Palma de Mallorca angeflogen.

Der Flughafen ist ein wichtiges Drehkreuz für die Gesellschaft Air Berlin wodurch sich viele Tagesrandverbindungen zu vielen deutschen Flughäfen ergeben. Morgens sammeln sich die Maschinen am Flughafen Nürnberg um dann in die Urlaubsregionen weiter zu fliegen. Nach der Rückkehr am Abend starten die Flugzeuge wieder zurück in Richtung Zubringerflughafen. Neben vielen anderen Flughäfen gehören unter anderem Linz, Salzburg und Wien zu den Zielen. Durch den Drehkreuzbetrieb stößt der Flughafen teilweise an seine Kapazitätsgrenzen da oft mehr als 20 Maschinen gleichzeitig abgefertigt werden müssen.

Die Fracht wird für die Logistik-Unternehmen TNT und DHL Worldwide Express geflogen. Außerdem befindet sich auf dem Flughafengelände ein Luftrettungs-Zentrum der Deutschen Rettungsflugwacht e.V. – DRF – und der HDM Flugservice mit einem Intensiv- und einem Rettungshubschrauber.