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Flughafen Lübeck

Der Flughafen Lübeck trägt auch den Namen Flughafen Lübeck-Blankensee. Er liegt 8 Kilometer südlich von Lübeck und ist ein deutscher Flughafen der als Verkehrsflughafen klassifiziert ist.

Zu erreichen ist der Flughafen über die Autobahn A1/A20 und mit dem Bus von oder nach Hamburg. Shuttlebusse holen die Passagiere für die Ryanair-Flüge vom ZOB Hamburg direkt ab. Per Zug bis zum Bahnhof Lübeck Hauptbahnhof und dann mit dem Bus der Linie 6 bis zum Flughafen. 2007 soll der Bahnhof Lübeck- Flughafen/Krummesse eröffnet werden der dem Passagier eine direkte Anbindung an den Hauptbahnhof bietet.

Der Flughafen bietet Rundflüge mit einem Heißluftballon oder mit einem Oldtimer-Flugzeug an. Weiter hat der Flughafen eine Aussichtsplattform.

Im Jahre 1916 wird mit dem Bau des Flughafens begonnen der im Jahre 1917 fertig gestellt wird. Im gleichen Jahr nimmt die Fliegerschule Lübeck ihren Betrieb auf. Nach Ende des 1. Weltkrieges beginnt eine Demilitarisierung und es erfolgt ein teilweiser Abriss der Gebäude und Hallen. Im Jahre 1933 wird der Flughafen zum Fliegerhorst der Nationalsozialisten und umfangreiche Kasernen-Anlagen werden gebaut. Im Jahre 1940-1941 wird die Werft Blankensee ein Reparaturwerk für Heinkel-Flugzeugwerke Rostock. 1944 werden Nachtjägereinheiten und Kampfverbände an den Flughafen verlegt. In den Jahren 1944 und 1945 wird zum Kriegsende hin eine Start- und Landebahn angelegt bei deren Bau Zwangsarbeiter helfen müssen. Letzte Flüge finden am 02.05.1945 der Besatzung Lübeck statt.

Nach dem Kriegsende nutzt die Royal Air Force den Platz zu Übungszwecken. Während der Berlin-Blockade fliegen 30 Maschinen des Typs DC3 Dakota der Royal Air Force täglich bis zu 100 Einsätze und bringen Flüchtlinge in den Westen und Kohle in die Hauptstadt. 1955 wird der Flughafen erstmals wieder für die Motorfliegerei vom Verein für Luftfahrt genutzt der auch bis in die 80er Jahre große Flugshows veranstaltet. Im Jahr 1987 stürzt ein Flugzeug mit dem schleswig-holsteinischen Ministerrpäsidenten Uwe Barschel an Bord in Blankensee ab. Die Piloten kommen bei dem Absturz ums Leben, nur der Ministerpräsident kann schwer verletzt geborgen werden. Nach der Wiedervereinigung kommt auch der wirtschaftliche Umschwung. Im Jahr 1996 fliegt Sun Express nach Istanbul und die Linie Air Malta nach Malta. Im Jahre 1997 wird ein neues Ankunfts-Terminal gebaut. Der Flughafen entwickelte sich aufgrund seiner guten Anbindung zu den anliegenden Autobahnen schnell zu einem der größten Passagierflughäfen in Schleswig-Holstein und zum zweitgrößten in der Region um Hamburg neben dem Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel. Nach einigen Debatten wegen einem erneuten Umbau des Flughafens wurde 2006 ein neues Konzept vorgelegt. Ein Verfahren soll 2007 klären ob der Betrieb und der Ausbau rechtssicher gemacht werden kann.

Durch den Billigflieger Ryanair nahmen die Zahlen am Flughafen deutlich zu. Vor dem Fluglinienverkehr von Ryanair lagen die Passagierzahlen unter 100000 im Jahr. Jedoch nahmen auch die Verluste zu die die offizielle Seite mit dem Vorhalten von Kapazitäten für die derzeit noch wenigen Abflüge am Tag begründete. Einige Wettbewerber vor allem Air Berlin vermuten dahinter eine versteckte Subventionierung der Gesellschaft Ryanair und haben dagegen Klage eingelegt. Derzeit befindet sich das Verfahren noch in der Schwebe. Durch die steigenden Verluste und weitere finanzielle Bedürfnisse für den Ausbau hat die Stadt Lübeck seit 2000 Bemühungen für eine Privatisierung angestrebt. Der Investor Infratil kam dann ins Spiel und im April wurde zwischen der Stadt und Infratil ein Vertrag geschlossen.

Die Start- und Landebahn des Flughafens beträgt 2102 Meter und die Strecke für den Startabbruch 300 Meter. Eine Flughafenfeuerwehr und ein Rettungswagen stehen auf dem Flughafengelände. Der Flughafen besitzt weiter eine Hochleistungsbefeuerung ILS CAT I und einen Feuerschutz der Kategorie 7.