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Flughafen Köln-Bonn

Der Flughafen Köln-Bonn Airport trägt außerdem den Namen Konrad Adenauer und hatte früher den Namen Flughafen Köln-Wahn. Er liegt am südöstlichen Rand von Köln und zum Teil auch von Troisdorf und ist ein deutscher Verkehrsflughafen. Das Naturschutzgebiet Wahner Heide umschließt den Flughafen wird aber nicht zu dem Gebiet dazu gerechnet.

Den Flugverkehr übernehmen insgesamt 60 unterschiedliche Airlines die 130 Flugziele in 39 unterschiedlichen Ländern ansteuern.

Der Flughafen wurde in den 60er Jahren als Interkontinentalflughafen geplant aber Langstreckenflüge wurden dabei meist nur zu den Urlauszeiten angeboten. Seit 2006 bietet der Flughafen erstmals wieder über die Continental Airlines Flüge in die USA an. Die Iran Air fliegt mehrmals in der Woche nach Teheran und in den Iran. Im Winter 2007/2008 soll die Verbindung mit der Fluglinie Oasis Hong Kong Airlines von Köln-Bonn nach Hongkong dazu kommen.

Billigflieger übernehmen insgesamt 100 Strecken auf dem Köln-Bonner Flughafen was ab Sommer 2007 geplant ist.

2006 war der Flughafen der viertgrößte in Deutschland. Vor allem in der Frachtbeförderung lag er auf Platz 2, bei den Passagierzahlen nur auf Platz 7. Er ist einer der wenigen Flughäfen die kein Nachtflugverbot hat, was auf die langjährige Stationierung der Luftwaffe auf dem Flughafen zurück zu führen ist. Der Flughafen gehört zu den weltweit nur 40 Flughäfen auf dem das Space Shuttle eine Notlandung durchführen könnte.

1889 flog auf dem Gelände der Deutsche Ballonsportclub und 1906 gründete sich der Kölner Klub für Luftschifffahrt der am Aachener Weiher seine Fahrten aufnahm. Im Jahre 1909 wurde das Luftschifferbataillon 3 dort stationiert. Auf der Rennbahn in Weidenpesch fanden Flugwettbewerbe statt. Im Jahre 1912 kamen einige Gelände hinzu und der Flugplatz wurde dann militärisch und zivil genutzt. Ende des 1. Weltkrieges besetzte die Royal Air Force den Butzweilerhof der später im Jahre 1926 wieder an die Stadt Köln übergeben wurde. Bis zum 2. Weltkrieg wurde er einer der größten Flughäfen und von den Fluggesellschaften Air France, Swissair, Imperial Airways, Lufthansa und Sabena bedient. Der Butz entsprach nach dem Krieg nicht mehr den Anforderungen an einen internationalen Flughafen obwohl er nur gering beschädigt war. In den Jahren 1957 bis 1980 wurde er von Sportfliegern und von den belgischen Heeresfliegern genutzt. Die Gebäude stehen mittlerweile seit dem Jahr 1988 unter Denkmalschutz.

Das Gebiet des jetzigen Flughafens war im 1. Weltkrieg ein Truppenübungsplatz. Im Jahre 1938 baute die deutsche Luftwaffe dort einen Fliegerhorst auf dem ehemaligen Schießplatz. Dann wurde der Tower, mehrere Hallen und eine erste Startbahn gebaut. Ende des 2. Weltkrieges baute die britische Armee den Flughafen weiter aus und legte eine Startbahn mit einer Länge von 1866 Metern an. Im Jahre 1949 gab es Gespräche den Flughafen zivil zu nutzen was nur in einem geringen Maße geduldet wurde. In den Jahren 1954 und 1957 wurden weitere Erweiterungen vorgenommen und üppige Blumenbeete brachten dem Flughafen den Spitznamen Flower Airport ein. Im Jahre 1961 fand nach der Fertigstellung der großen Landebahn der erste Langestreckenflug statt. 1965 begann die Grundsteinlegung für einen weiteren Ausbau welcher 1970 eröffnet wurde. Bereits im Jahre 1978 betrug die Abfertigungskapazität 2 Millionen Menschen. 1983 wurde der Flughafen vom Space Shuttle Enterprise mit einer NASA-Delegation besucht. An diesem Ereignis nahmen 300000 Besucher teil die die Raumfähre auf dem Rücken einer Boeing 747 bestaunten. In den Jahren 1991-1994 wurde neben der Flugsicherung der heutige Tower gebaut.

Im Jahre 2003 bescherten die Billigairlines dem Flughafen einen Zuwachs von 43%. 2004 kam ein 18 Monate altes Kind ums Leben als es sich zwischen einer Drehtür einklemmte und verstarb. Alle Drehtüren wurden darauf stillgelegt und durch Bogen-Schiebetüren ersetzt.

Im Jahre 2006 wurden zum ersten Mal an einem Tag mehr als 40000 Passagiere abgefertigt. Das Jahresziel von 10 Millionen Passagieren wurde nur knapp unterschritten. Die Hallen wurden darauf erweitert und das Jahresaufkommen stieg damit auf 9,9 Millionen Passagieren. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Plus von 5% und das Frachtvolumen wuchs auf 698000 Tonnen.