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Flughafen Dresden

Der Flughafen in Dresden ist ein Verkehrsflughafen der nationale und kontinentale Anbindungen an die Stadt und die Region Dresden ermöglicht. Der Flughafen liegt in einem Ortsteil von Dresden in Dresden-Klotzsche. Die Start- und Landebahn verläuft direkt parallel zur Autobahn. Nach Berlin-Schönefeld und dem Flughafen Leipzig-Halle hat Dresden das dritthöchste Passagieraufkommen in den neuen Bundesländern.

Der Flughafen ist erreichbar über die Autobahn und mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Er verfügt über einen eigenen Tiefbahnhof der direkt an die S-Bahn-Linie anknüpft und ermöglicht einen direkten Zugang zum Flughafen Terminal. Dieser wurde 2001 in Betrieb genommen und ist der erste unterirdisch liegende S-Bahnhof im Freistaat Sachsen.

Nordtschechische Städte gehören ebenfalls mit zum Einzugsgebiet des Flughafens und mit dem Auto sind sie durch die Fertigstellung neuer Autobahnen bereits in einer Stunde zu erreichen. Zurzeit fliegen acht Fluggesellschaften elf Ziele in Österreich, der Schweiz, Deutschland und Großbritannien an. Vom Flughafen Dresden starten momentan in der Woche 242 Flüge wobei München mit 52 Flügen das meist angeflogene Ziel ist.

Bereits zur Zeit der Weimarer Republik wurden auf dem Flughafen unter strengster Geheimhaltung deutsche Militärpiloten ausgebildet was durch den Vertrag von Versailles der 1919 geschlossen wurde jedoch verboten war. 1935 wurde auf Befehl von Adolf Hitler eine neue Luftstreitkraft trotz des bestehenden Verbotes aufgebaut. Damit brach Deutschland den Vertrag ohne die Genehmigung des Völkerbundes, Frankreichs und Großbritanniens. Geduldet wurde diese Verletzung von England und Frankreich nur weil man damit das Kriegsrisiko verringern wollte.

Der Flughafen Dresden entwickelte sich aus der Dresdner Luftkriegsschule und dem Fliegerhorst 38/III. Der Flughafen diente damit schon der viertgrößten Luftkriegsschule des Dritten Reiches. Bereits 1935 startete das erste Flugzeug vom neuen Flughafen und der Ausbau fand immer weiter statt. Eine der wichtigsten Fluglinien war die von Berlin über Dresden nach Prag und Wien. 1940 wurde aufgrund des Zweiten Weltkrieges der zivile Luftverkehr endgültig eingestellt. Sowjetische Truppen besetzten den Flughafen am letzen Tag des Zweiten Weltkrieges und nutzen die Anlagen selber als Ausbildungsbetrieb.

Im Jahre 1955 wurde der zivile Flugbetrieb aufgenommen und 1957 landete die erste planmäßige Maschine der Deutschen Lufthansa in der DDR. Im Jahre 1958 landete erstmals eine sowjetische Tu-104 mit einem Strahlantrieb auf dem Flughafen in Dresden. Nach der Wiederaufnahme des Flugverkehrs landete erstmals im Jahre 1959 in internationales Verkehrsflugzeug in Dresden. Es war eine Chartermaschine der ungarischen Maley und holte Passagiere von Dresden nach Budapest ab. Da am Flughafen nicht genug Kapazitäten vorhanden waren um die Passagiere abzufertigen wurde die Abfertigung in der Nähe des Dresdner Hauptbahnhofes gemacht. Vor dort wurden die Passagiere dann mit Bussen zum Flughafen und den wartenden Flugzeugen befördert. 1960 fand die Abfertigung das erste Mal am Flughafen statt. 1962 wurde der Flughafen von der Nationalen Volksarmee übernommen die sich mit der Instandsetzung von militärischen Flugzeugen beschäftigte. 1967 wurde die erste internationale Fluglinie in Betrieb genommen die sich in den kommenden Jahrzehnten zum erfolgreichsten Angebot am Flughafen entwickelte. Der zivile Luftverkehr wurde 1980 eingestellt und das internationale Angebot nahm immer mehr zu. Der Flughafen arbeitete dabei immer am Rande seiner Abfertigungskapazitäten und wurde mit einer weitgehenden Schließung in den Jahren 1988 und 1989 ausgebaut. Am 31.10.1989 wurde der Verkehr am rekonstruierten Flughafen wieder aufgenommen. Genau zu dieser Zeit fiel die Mauer und danach richtete die Fluglinie Interflug die erste Linie nach Hamburg ein die später Verbindungen nach westdeutschen und westeuropäischen Städten nach sich zog.

Nach der Wiedervereinigung ging der Flughafen an die Dresden GmbH über und durch die Öffnung der Grenze nahm der Flugverkehr stark zu. 1992 wurden 1 Million Fluggäste abgefertigt, 1995 waren es schon über 1,7 Millionen.

1995 erfolgte ein weiterer Ausbau des Flughafens und im Jahre 2001 wurde aus einer Montagehalle der Luftfahrtindustrie ein neuer Flughafen-Terminal fertig gestellt. Die Abfertigungskapazität hat sich damit auf 3,5 Millionen erhöht. Beim Ausbau des Westflügels sind sogar 4,5 Millionen Passagiere möglich. 2006 begannen weitere Ausbauarbeiten und eine Verlängerung der Start- und Landebahn soll im September 2007 abgeschlossen sein.