Flughafen Braunschweig-Wolfsburg
Veröffentlicht am 05.05.2009 um 14:05 Uhr
Im Norden von Braunschweig liegt der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg und der Flughafen wird hauptsächlich für Werksflüge und geschäftliche Flüge der Volkswagen AG genutzt. Die Czech Airlines fliegt derzeit 2 Werksflüge pro Tag für die Volkswagen AG und Privatpersonen werden ausschließlich mit einem Flugzeug des Typs ATR 42-500 geflogen. Gelegentlich wurden durch die Fluggesellschaft HLX auch Charterflüge bei Auswärtsspielen des Fußballvereins Eintracht Braunschweig geflogen. Für diese Flüge wurde meist die Fokker 100 eingesetzt. Auf dem Flughafen werden Möglichkeiten zum Segelfliegen oder Fallschirmspringen angeboten. Er wird dementsprechend von der allgemeinen Luftfahrt benutzt die diese Freizeitbeschäftigungen anbieten. Weiter sind von der DLR und der TU Braunschweig auf dem Flughafen die Forschungsflugzeuge untergebracht.
Insgesamt hat der Flughafen Braunschweig drei Start- und Landebahnen. Die Hauptlandebahn ist asphaltiert und hat eine Länge von 1680 Metern und ist 30 Meter breit. Neben der Hauptlandebahn ist eine 900 Meter lange und 30 Meter Breite Graspiste. Im Norden des Flughafens ist zudem ein Segelflugstreifen vorhanden der insgesamt eine Länge von 950 Metern hat und 150 Meter breit ist.
Am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg sind zurzeit mehrere Betreibergesellschaften beteiligt. Die Haupteigentümerin der Betreibergesellschaft Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH ist die Stadt Braunschweig mit 42,6%. Das Land Niedersachsen, die Stadt Wolfsburg und die Volkswagen AG haben jeweils 17,8% Beteiligung. Mit nur 2% beteiligen sich weiter der Landkreis Gifhorn und der Landkreis Helmstedt.
Der Flughafen wurde im Jahre 1934 und 1935 erbaut weil der bis dahin genutzte Flughafen Broitzem ausschließlich von der Luftwaffe genutzt wurde. Der neu gebaute Flughafen war nur halb so groß. Im Jahre 1937 wurde der Flughafen auf die heutige Größe erweitert und das Empfangsgebäude das auch heute noch genutzt wird entstand erst im Jahre 1939. Im Mai 1936 landete nach der Abnahme des Flughafens das erste Flugzeug. Mit der Heinkel He 70 der Deutschen Lufthansa wurden Flügen nach Berlin, Halle und Hannover aufgenommen.
Die Kraftstoffversorgung des Flughafens erfolge über unterirdische Rohrleitungen zum Großtanklager Ehmen das sich in einem alten aufgelassenen Salzstock befand. Mit einer Leitung wurde der Kraftstoff von dort direkt zum Flughafen gebracht, der damit auch eigenen Lagerstätten vorerst verzichten konnte.
Im Jahre 1936 entstand am Südrand des Platzes die Deutsche Forschungsanstalt für Luftfahrt. Im Jahre 1938 folgte das Luftfahrtlehrzentrum das mit der Technischen Hochschule verbunden war. Bis zum Jahre 1939 war der Flughafen der Schauplatz vieler großer Luftsportveranstaltungen. Die Landefläche bestand damals aus Gras und war 1000 Meter mal 1600 Meter groß. Auf dieser Fläche konnten Flugzeuge bis zu einem Gewicht von 14 Tonnen landen.
Erst im Jahre 1955 konnte der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden. Wilhelm Sondermann war der alte und der neue Flughafendirektor – ein Weltkrieg I Flieger -. Am 01.02. des Jahres nahm auch das Luftfahrt-Bundesamt – LBA – seine Arbeit auf. Eine Start- und Landebahn wurde erst im Jahre 1967 gebaut.
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